König Ubu # Am Königsweg / Elfriede Jelinek, Alfred Jarry

v.l.n.r.: Thomas Schweiberer, Simone Thoma

„Alles ist wahr, was gesagt wird, das heißt, alles ist wahr, und alles ist falsch, was brauchen wir noch Seher?“ In einer Welt, in der ausgerechnet die Blindheit zum zentralen Machtmittel wird, kann selbst die klarste Erkenntnis der blinden Seherin nicht mehr verstanden werden.

Von einem verhassten König ist die Rede, ein twitternder Blinder, der alles zu wissen glaubt und die Stimmen der Massen stiehlt, weil er keine eigene hat. Eine Showfigur ohne wahres Gesicht. Ein nach Geld gierender Herrscher, der sich im vergoldeten Anzug direkt in den Himmel katapultiert. Schnell wird klar, wen Elfriede Jelinek in ihrem Text aufs Korn nimmt: Donald Trump – ohne ihn namentlich zu erwähnen. Die Inszenierung von Philipp Preuss bezieht Jelineks Text auf Alfred Jarrys legendären Anschlag auf das klassische Theater: König Ubu. Ein Anarch auf dem Thron: zum Totlachen? Parodie, Skandal, Befreiungsschlag – oder Untergang?

Regie Philipp Preuss
Dramaturgie Helmut Schäfer
Bühne Ramallah Aubrecht
Musik Kornelius Heidebrecht
Video Konny Keller
Es spielt das Ensemble des Theater an der Ruhr.

Trailer

Gesamtaufzeichnung

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Pressestimmen

„Preuss findet schöne Bildmetaphern, inszeniert einen Shitstorm aus Airbrush-Maschinen, spielt Vogelgezwitscher (Twitter) ein und gruppiert die Männerrunde schließlich wie Ur- menschen um ein Lagerfeuer – zum Opferkult. Durch dieses atavistische Treiben flattert geisterhaft und berührend Simone Thoma als manische, machtlose Seherin, Sprecherin, Schrubberin – ein Alter Ego Jelineks. Aber auch ein Engel der Geschichte. Am Ende explodieren Atompilze auf dem Vorhang. Einer schöner als der andere.“
Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung

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