Gespenster / Henrik Ibsen

Petra von der Beek

Osvald, Frau Alvings Sohn, kehrt aus Paris zurück, wo er eine Laufbahn als Maler begonnen hat. Vor ungefähr 20 Jahren gab ihn die Mutter aus dem Haus, um ihn vor dem verstorbenen Vater zu schützen. Der ehemalige Hauptmann führte ein ‚ruchloses Leben‘, wie es der Hausarzt der Familie nannte. Mit dem damaligen Hausmädchen zeugte er ein weiteres Kind und erlag später wohl einer Geschlechtskrankheit. Betrachtet man das reale Geschehen, das Henrik Ibsen in „Gespenster“ im Hause der Familie Alving beschreibt, so lässt sich nachvollziehen, warum das Stück die Zensur im Jahre 1882 nicht passierte und zuerst in Chicago aufgeführt wurde. Die Familie als soziales Gefüge beweist sich als ein Ort der Willkür, die selbst vor Missbrauch in konkreter und erweiterter Form nicht zurückschreckt. Das Leben in der Provinzstadt vermag der Vergangenheit nicht zu entkommen, die als Gespenst durch die Zeit geistert und die Krankheit des Vaters auf den Sohn überträgt.

Regie Simone Thoma
Raum Adriana Kocijan
Es spielt das Ensemble des Theater an der Ruhr.

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Gesamtaufzeichnung

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Pressestimmen

„Es ist wunderbar, diesem Ensemble beim Spielen zuzusehen. Niemand verliert sich im Text, niemand sucht künstlerische Hochgespanntheit oder realistische Scheinauthentizität. Man spielt mit Distanz und Empathie und hat den Text bis ins Kleinste durchgearbeitet, so dass er locker auf der Oberfläche schwimmen kann….Der Purismus, die Konzentration auf das Nötigste, ist die eigentliche Stärke dieses Abends. Sie macht Ibsen zum Zeitgenossen.“
Die Deutsche Bühne, Andreas Falentin

„Mit weitem Abstand heißt das Theaterereignis Petra von der Beek als Helene Alving. Ausgebrannte Salonschlange, hingebungsvolle Mittäterin, weidwundes Muttertier: Ein schauriger Genuss, dieses mehr als janusköpfige Porträt betrachten zu dürfen.“
WAZ, Lars von der Gönna

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