Die Marquise von O. / Heinrich von Kleist

Die Geschichte beginnt im Krieg. Wie in allen Kriegen wird gemordet, geplündert und vergewaltigt. Der junge russische Offizier, der sie im nächtlichen Kampf um die Zitadelle von M. vor der sexuellen Gewalt seiner Soldaten schützt, erscheint der Marquise von O. wie ein Engel. Das verhinderte Kriegsverbrechen hat Folgen. Am nächsten Morgen werden die Soldaten hingerichtet. Der gefeierte Retter verabschiedet sich.

Wochen später stellt die Gerettete fest, dass sie schwanger ist. An einen Zeugungsakt kann sie sich nicht erinnern. Von der Familie verstoßen und ohne jeden weiteren Rückhalt, entschliesst sie sich zu einem radikalen Befreiungsschlag.
In einer detektivischen Rückschau, rasant und mit gewalttätig stürmender Sprache, arbeiten sich die Figuren an die Wahrheit heran. Es ist eine Wahrheit, die, je näher man ihr kommt, umso mehr in ihre Widersprüche zu zerfallen scheint.

Regie Esther Hattenbach
Dramaturgie Sven Schlötcke
Musik Oliver Kerstan
Es spielen das Ensemble des Theaters an der Ruhr und Gäste.

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Pressestimmen

„Eine ungeheure Geschichte – vor 210 Jahren, als Kleist sie veröffentlichte, aber auch noch in Zeiten von „Me too“. Wenn man sie denn so packend und zeitgemäß erzählt wie jetzt Esther Hattenbach in Mülheim. (…) Eine Kleist-Performance, die über ihre vollen neunzig Minuten in ihren Bann zieht. Wow.“
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